Medikamente in der Umwelt: Heiligt der Zweck alle Arzneimittel? Eine AefU-Tagung

Arzneimittel sollen heilen oder Leiden lindern. Während der Produktion, über die Ausscheidung oder als falsch entsorgter Abfall gelangen sie auch in Gewässer und Boden. Bei allem Nutzen für den kranken Menschen stellt sich die Frage nach dem Schaden für die Umwelt. Und damit für die ganze Bevölkerung. Wie ökotoxisch sind Arzneimittel? Welche Rückstände hinterlassen sie in unserem Lebensraum? Sind diese «Nebenwirkungen» ethisch vertretbar? Gibt es Alternativen, zum Beispiel mit der Natur statt gegen sie? Welche Rolle spielen Apotheker:innen am Schnittpunkt zwischen Medikamentenverschreibung und Medikamentenkonsum? Antworten auf diese Frage erhielten die über 40 Teilnehmenden am 32. Forum Medizin und Umwelt zum Thema «Medikamente in der Umwelt Heiligt der Zweck alle Arzneimittel?».

Abstracts und Präsentation

Ruhe ist wichtig für unsere Gesundheit – Lärm macht krank

Lärm ist nicht nur lästig, sondern kann auch krank machen. Mehr als jede/jeder fünfte Europäer:in ist laut dem neuen Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) ungesund hohem Verkehrslärm ausgesetzt – mit teils gravierenden Folgen wie Krankheiten oder sogar vorzeitigen Todesfällen. Grund genug, um am «Tag gegen Lärm» vom 29. April 2026 auf die Auswirkungen von Lärm auf unsere Gesundheit aufmerksam zu machen.

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32’052 Menschen fordern: Bundesrat und Parlament müssen unser Wasser besser schützen

Vertreter:innen der Allianz «Sauberes Wasser – gesunde Schweiz» haben heute in Bern 32’052 Unterschriften für den Appell «gesundes-wasser.ch» eingereicht. Der Appell fordert Bundesrat und Parlament auf, den Schutz unserer Gewässer und des Trinkwassers zu stärken anstatt zu schwächen. Dies ist ein deutliches Signal aus der Bevölkerung: Unser Trinkwasser muss trinkbar bleiben.

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Teils Krebs fördernde, Erbgut verändernde, das Kind im Mutterleib schädigende und explosive Substanzen nicht berücksichtigt

Nur die Hälfte der Parameter im neuen Analyseprogramm von Rhystadt und Swiss Life dürfte neue Erkenntnisse über die Verschmutzung des Basler Chemiegeländes Klybeck bringen. Das reicht jedoch nicht aus, um die Kontamination durch mehr als 100 Jahre chemische Produktion zu erfassen, wie eine neue Studie der AefU zeigt: Es fehlen 61 meist sehr toxische Substanzen, die teils im Klybeck schon in hohen Konzentrationen nachgewiesen wurden.

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